Frau Sinemus und Herr Schwarz gemeinsam mit vielen Personen in Anzug und Blaser in einem Gebäude mit Blick über Wisconsin.

Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Sinemus und Schwarz stärken KI-Austausch in Wisconsin

Die Delegationsreise von Digitalministerin Sinemus und Bildungsminister Schwarz nach Wisconsin anlässlich der 50-jährigen Partnerschaft mit Hessen hat wichtige neue Ansätze erbracht. Im Fokus: Die KI-Entwicklung nicht nur in Industrie und Forschung, sondern auch mit Blick auf ein neues Fach an Hessens Schulen sowie die Vermittlung unternehmerischen Denkens bei jungen Menschen.

Seit 50 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Hessen und dem Bundesstaat Wisconsin in den Vereinigten Staaten. Neben persönlichen Beziehungen gibt es zwischen den beiden Regionen zahlreiche Anknüpfungspunkte bei den Themen Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Dafür haben Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus und Bildungsminister Armin Schwarz im Rahmen ihrer Delegationsreise in den vergangenen Tagen in Milwaukee und in der Hauptstadt Madison Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Bildungsstätten besucht sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik zu einem Austausch getroffen.

Zum Programm gehörten Gespräche, unter anderem im KI-Innovationslabor sowie im Institut für Datenwissenschaft der Universität von Wisconsin, mit Abgeordneten aus dem Parlament, mit Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern am Berufskolleg des Blackhawk Technical College in Madison und der Besuch einer Niederlassung der Merck KGaA, Darmstadt, in Milwaukee.

Digitalministerin Prof. Dr. Sinemus: „Von der langjährigen Partnerschaft zur Innovationspartnerschaft beschreibt die Eindrücke und Kontakte aus den vergangenen Tagen gut. Die Gespräche haben gezeigt, wie viele Gemeinsamkeiten unsere beiden Standorte verbinden: eine starke industrielle Basis, exzellente Forschung und den Anspruch, neue Technologien schnell in die Anwendung zu bringen. Ob industrielle KI, Life Sciences oder insbesondere die Kooperation im Bereich Quantentechnologien und Prüfung wechselseitiger Venture Capital Investments für Start-ups – überall gibt es konkrete Anknüpfungspunkte. Unsere 50-jährige Partnerschaft bietet dafür ein starkes Fundament. Wenn wir Wisconsins industrielle Kompetenz mit Hessens leistungsfähiger Digitalwirtschaft verbinden, entstehen neue Chancen auf beiden Seiten des Atlantiks.“

„Hessen und Wisconsin stärken gemeinsam die digitale Innovation“

Bildungsminister Schwarz: „Der Austausch mit unseren amerikanischen Freunden hat uns wichtige Impulse gebracht – gerade hinsichtlich der Weiterentwicklung einer modernen digitalen Bildung. Dazu gehört vor allem auch der Umgang mit künstlicher Intelligenz. Mit dem Fach ‚KI und digitale Welt‘ planen wir in Hessen im nächsten Schuljahr deutschlandweit erstmalig die Einführung eines auf künstliche Intelligenz und Medienbildung ausgerichtetes Unterrichtsfach. Der Austausch in Wisconsin hat uns dafür aufschlussreiche Erkenntnisse geliefert und unser Vorgehen bestätigt. Junge Menschen müssen künstliche Intelligenz nicht nur anwenden, sondern verstehen, kritisch bewerten und verantwortungsvoll nutzen können. Genau darauf ist unser Fach angelegt. Das ist nur ein Beispiel, dafür, wie wertvoll internationale Partnerschaften wie die mit Wisconsin für uns sind. Wir stärken gemeinsam die digitale Innovation.“  

Minister Schwarz betonte nach dem Besuch am Freitag am Blackhawk Technical College, wie wichtig es sei, Schülerinnen und Schüler frühzeitig an unternehmerisches Denken heranzuführen, etwa mit Blick auf Startup-Gründungen und digitale Geschäftsmodelle. Dafür stehe auch das neue Fach „KI und Digitale Welt“. Das Berufskolleg in Madison plant eine Partnerschaft mit einer Schule in Hessen aufzubauen. Weitere Schulpartnerschaften sollen folgen.